SympathieMagazin »Vietnam, Kambodscha, Laos verstehen« neu aufgelegt

Ein Streifzug durch drei Länder, die auch abseits der üblichen Touristenpfade viel zu bieten haben.

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Seefeld, 23.04.2019 – Magische Tempelanlagen, wunderbare Strände und außergewöhnliches Essen: Viele Reisende erliegen dem Zauber Südostasiens. Vietnam, Kambodscha und Laos erleben daher seit Jahren nicht nur einen Wirtschafts- sondern auch einen Touristenboom. Das SympathieMagazin schaut hinter die Kulissen, gibt tiefe Einblicke in Kultur, Lebensweise und in politische Probleme der drei Länder, die von Reiseveranstaltern gerne als »Indochina« vermarktet werden. Aber gibt es das überhaupt »Indochina«? Der Südostasienexperte Prof. Baumgärtel erklärt im Interview, dass der Begriff eigentlich nur geografisch stimmt, für drei Länder, die zwischen China und Indien liegen. Eine gemeinsame Identität gibt es nicht – zu groß seien dafür die historischen, religiösen und kulturellen Unterschiede.

Alle drei Länder streben nach Fortschritt, wobei vor allem Vietnam eine rasante Entwicklung hinlegt. Aber das einst arme Kambodscha und das von der Welt lange vergessene Laos holen auf. Der starke Rückgang der Säuglingssterblichkeit, hohe Alphabetisierungsraten und die Entstehung eines konsumfreudigen Mittelstandes sind Beweise dafür.

Doch wie gestaltet sich der Alltag in den drei Ländern? Im Magazin stellt sich die 21-jährige Sonen aus Kambodscha vor, die eine gute Balance zwischen den traditionellen Erwartungen ihrer Familie und dem eigenen Bedürfnis nach Freiheit sucht. Die junge vietnamesische Mutter Truong erzählt, warum sie das Leben im quirligen Hanoi zwar schätzt, aber insgeheim von einem gesunden Leben auf dem Land träumt. Außerdem erfährt man, dass die meisten Laoten echte »Snacktivisten« sind und für ein gemeinsames Essen mitunter abenteuerliche Umstände auf sich nehmen.

Die außergewöhnliche Freundlichkeit und Gelassenheit der Menschen soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle drei Länder ein schweres historisches Erbe tragen. Jahrzehntelange Kriege haben tiefe Spuren hinterlassen. Auch aktuell ist die politische Lage in Vietnam, Kambodscha und Laos schwierig: autokratische und diktatorische Regime scheinen die Zügel fest in der Hand zu haben. Meinungsfreiheit gibt es nicht, und wenn in Kambodscha der zu einiger Berühmtheit gelangte oppositionelle »Mönch 007« es wagt, die Stimme gegen Ungerechtigkeiten zu erheben, dann ist das die ganz große Ausnahme. Die meisten Menschen wählen den Rückzug in die Familie, die Suche nach dem privaten Glück und scheinen sich mit den Verhältnissen arrangiert zu haben. Allzu sicher sein dürfen sich die Machthaber aber nicht. Der Südostastasienexperte Michael Schultze beschreibt, dass in allen drei Ländern eine gut ausgebildete, anspruchsvolle Generation heranwächst, die sich möglicherweise nicht dauerhaft von Autokraten bevormunden lassen wird.

Wer als Reisender Vietnam, Kambodscha oder Laos besucht, hat die Chance, sich eine eigene Meinung zu bilden, Einblicke in andere Welten zu bekommen, in die scheue Schönheit dieser Länder.

Tipps für Themen:
S. 24: Sonens Traum vom Glück
S. 28: Das andere Ich
S. 36: Glück und Freiheit
S. 40: Tödliches Erbe
S. 44: Mönch 007

Das SympathieMagazin »Vietnam, Kambodscha, Laos verstehen« wurde gefördert von:

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Missio – Internationales Katholisches Missionswerk e. V.

Für die Redaktion des Magazins ist Wolfgang Luck verantwortlich.

Bestellungen per Mail oder im Online-Shop: www.sympathiemagazine.de

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Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung beschäftigt sich mit entwicklungsbezogener Informations- und Bildungsarbeit im Tourismus. In diesem Zusammenhang gibt er Publikationen heraus, führt internatio­nale Wettbewerbe durch, veranstaltet Aus- und Fortbildungsseminare für im Tourismus Beschäftigte, ist in den Bereichen Tourismusforschung und -beratung tätig und beteiligt sich am Dialog über Fragen touristi­scher Entwicklung.

Pressekontakt

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